Kunstpunkte 2015: Gutes Benehmen adé.

Liebe Teilnehmer der Kunstpunkte 2015,

zum einen sind die Kunstpunkte da, um einen Einblick in die Arbeiten und Ateliers der teilnehmenden Künstler zu erhaschen. Eine tolle Sache, besonders für diejenigen unter uns, die keinerlei bis wenig Berührungspunkte mit der Kunst und Kunstschaffenden haben. Ein weiterer Punkt ist ein möglicher Abverkauf der Kunst. Aber um zu verkaufen, muss man sich einem möglichen Kunden nähern. Ein Gespräch beginnen. Und nicht in einer ablehnenden, gar arroganten Haltung den „Käufer“ verschrecken. Ich möchte dies nun nicht pauschalisieren, da jegliches Verhalten individuell zu bewerten ist. Aber auf genau dieses Verhalten stoße ich immer öfter. Daher frage ich mich: Warum nehmen diese Künstler überhaupt an Veranstaltungen wie die Kunstpunkte teil? Mit was für einer Berechtigung erlauben sich eben diese, so arrogant zu sein?

Fehlersuche: Der Ansatz einer Analyse

Der Versuch zu reflektieren. Sich in die Lage der Künstler zu versetzen. Verstehen, warum sie frustriert sind und sich dies in dem oben genannten Verhalten manifestiert! Verschwendete Zeit? Immer dieselben wiederkehrenden Fragen? Nur gucken, rumstehen und im besten Fall mit einem „Auf Wiedersehen“ sich von den „gelangweilten“ Künstlern verabschieden. Na klar, es nervt, wenn man seine Zeit unproduktiv verbringt. In dieser Zeit könnte man in seinem Atelier neue Werke schaffen, die nächste Ausstellung planen und und und …

Vielleicht mal anders

Oder: Sich einem möglichen Kunden nähern. Ein Gespräch über die Entstehung des Werkes beginnen. Über die Idee. Den potenziellen Kunden als Fan seiner Kunst begeistern und gewinnen. Ein Künstler ist ein Einmann/Frauunternehmen. Und wie jedes Unternehmen sollte man sein Produkt ans Volk bringen, damit man seine Lebenshaltungskosten decken kann.

Fazit

Oben erwähntes Negativverhalten ist kontraproduktiv und führt schneller zur Unternehmenspleite, als es einem recht ist. Des Weiteren wirft diese kein besonders gutes Licht auf eben jene Künstler, die meinen, unverschämt zu sein. Die Kunstszene Nordrhein-Westfalens ist wie eine große Clique. Man läuft sich immer zweimal über den Weg. Daher tut Ihr gut daran, Euer Verhalten ein wenig zu ändern. Wäre doch ärgerlich, wenn man Euch einen potenziellen Kunden vorenthält.

 

 

Dieser Artikel ist zuerst auf kunstliebtuns.de erschienen!