Arbeitsunfall Ellenbogengelenk Twitch Streamer

Das Ellenbogengelenk des Glu3cifer

Glu3cifer ist wieder da – fast!

Nach einigen aufregenden Wochen bin ich wieder da – fast. Also ganz knapp. Wie einige von euch schon mitbekommen haben, hatte ich Ende November einen Unfall, der mich fast mein Ellenbogengelenk gekostet hätte. Während der Arbeit dumm gestürzt und voilá – das Ellenbogengelenk zertrümmert. Wie sagte der behandelnde Chirurg: „Da sind Sie knapp einer Vollkatastrophe entgangen!“. Tja, so fühlt es sich auch noch an.

Nägel, Schrauben, Metall ohne Ende!

Nach der Erstbehandlung wurde mein rechter Arm eingegipst. Da dachte ich noch „Wenn es weiter nichts ist, dann packe ich es ja easy!“. Falsch gedacht, nach dem ersten Tag auf Station wurde mir mitgeteilt, dass mir ein „Fixateur“ eingesetzt würde, so dass mein Arm und damit verbunden mein Ellenbogengelenk bis zu OP entsprechend ruhig gehalten wird. Eklige Sache ….

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Gott sei Dank musste ich mit dieser Aparatur nur wenige Tage unterwegs sein. Hätte ich eine GoPro gehabt, so wäre es sicherlich ein großer Spaß gewesen, diese auf dem Fixateur zu installieren. 😉
Nach der OP fühlte sich mein Arm wie ein toter Fisch an. Er hing einfach nur – ok, nicht ganz korrekt, er war ja erneut eingegipst plus zahlreiche Extras!
Durch die Schmerzmittelpumpe und die vorhandene Drainage war ich in der Bewegungsfreiheit merklich eingeschränkt. Großer Mist. Aber die PflegerInnen und Servicemitarbeiter der Orthopädie und Unfallchirurgie haben mich bestens unterstützt. Ein großes Lob an dieser Stelle! <3

Nach einigen Tagen des Stationären Aufenthaltes konnte ich endlich nach Hause. Es war schon ein fluchtartiger Reflex der mich nach Hause gehen ließ.

Der Mann, der mich nicht schlafen ließ!

Man hatte sich den Spaß erlaubt, mich in ein Zimmer mit einem älteren Herren zu stecken, der erfolgreich an der Hüfte operiert wurde. Problem nur: er schlief fast nie, war bereits dement, warf 24/7 Dinge im Zimmer umher und schrie durchgehend.

In etwa so, nur noch einen Tick lauter …

Et voilá, die Nachuntersuchung, die Physiotherapie und ein erster Blick!

Ja, „Home sweet Home“ – endlich oder mal wieder, wusste ich diesen Posterspruch zu schätzen. Relativ kurzfristig konnte ich einen Termin bei einem Durchgangsarzt erhaschen. Netter und sehr sympathischer Typ. Ein Arzt der alten Schule. Toll. Nach eingehendem Studium des Krankenhausberichtes und meines Arms wurde ich erst einmal arbeitsunfähig geschrieben. Zeitgleich erhielt ich ein Rezept für die Physiotherapie. Und der Spaß ging weiter, denn meinem Arm musste wieder Bewegung beigebracht werden, da sich sonst das Ellenbogengelenk versteifen könnte. Doof.

Nach einigen Stunden der physiotherapeutischen Behandlung musste ich zur ersten Nachuntersuchung in die Uniklinik. Wie es bei Klinikbesuchen so ist, musste ich erst einmal viel Zeit und Geduld mitbringen – ein Hoch auf Kopfhörer und ein aufgeladenes Smartphone!

Nach gefühlten 6 Stunden konnte ich endlich ein Röntgenbild meines Armes erhaschen und siehe da – die haben mir einen Rechen implantiert. Also wurde ich plötzlich zu einem Superhelden mit ´nem grünen Daumen namens „Der Rechenmann“ … Just kidding. Aber im Ernst, die Metallplatte und die dazugehörigen Schrauben und Nägel sehen doch fast wie ein Rechen aus, oder!?

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Es heißt jetzt: geduldig sein und das Beste aus der Situation machen!

Ja, aber warum denn nur? Ganz einfach, die Beweglichkeit meines Arms ist immer noch massiv eingeschränkt. Ich kann ihn nicht anwinkeln, d.h. dass ich mich weder an der Nase kratzen noch eine Gabel zum Mund führen kann. Kurzum: echt blöd!

Weiteres werde ich bei meiner 2. Nachuntersuchung im März erfahren. Da ich grundsätzlich bester Dinge bin, wird es schon werden oder auch nicht. Also, drückt mir die Daumen – möglichst zahlreich – auf dass ich dem Jucken bald wieder die Finger der rechten Hand entgegenstrecken kann!